ADAC-Servicecenter am Sendlinger Tor

Kundenberatung und Verkaufsfläche in prominenter Lage

Das ADAC-Servicecenter am Sendlinger-Tor-Platz behauptet sich durch die souveräne und zurückhaltende Innenarchitektur im belebten innerstädtischen Umfeld. Die gute Zusammenarbeit von Planer und Bauherren öffnete den Weg für die innovative, wegweisende Gestaltung.

Im Herzen Münchens wurde das am meisten frequentierte ADAC-Servicecenter Deutschlands generalsaniert. Dazu gehörte eine beträchtliche Erweiterung der Geschäftsstelle. Ein separates Backoffice entstand in einem neu errichteten Anbau.
Schon seit den 1950er Jahren befindet sich das traditionsreiche ADAC Servicecenter am Sendlinger-Tor-Platz in der Münchener Innenstadt. Durch die Umbaumaßnahme sollen die aktuellen Anforderungen in vielen verschiedenen Gesichtspunkten erfüllt werden.

Gedanken zum Entwurf

An einem Ort von großer Bedeutung – und als solchen kann man den Sendlinger-Tor-Platz bedenkenlos sehen – muss sich neue Architektur in die gebaute Umgebung eingliedern. Trotzdem darf sie gestalterisch im dicht gedrängten Gesamtumfeld nicht untergehen.
Diese beiden scheinbar sehr gegensätzlichen Voraussetzungen waren der Grundstein für den Entwurf. Die neuen Elemente sollten sich gestalterisch in das vorhandene Umfeld einordnen und sich dennoch im konkurrierenden Umfeld behaupten.

Gegebenheiten im Bestand

Im Zentrum des Grundrisses steht ein Treppenhauskern, der nicht abgerissen werden konnte. Er zertrennt den Raum in mehrere Teile. Diese negative Ausgangssituation kann positiv genutzt werden: Die verschiedenen Laden- und Funktionsbereiche werden außenherum angeordnet, so dass verschiedene Raumzonen entstehen, die gestalterisch als Ganzes zusammen wirken.

Funktionsbereiche

* Zentrale Information
* Beratungsbereiche für ADAC-Mitglieder
* ADAC Reisebüro
* Verkaufsfläche für ADAC-typische Ware
* Freizeitkleidung Human Nature
* Bereiche für ADAC-Buch- und Kartenmaterial

Farbe und Material

Der Leitgedanke der Zurückhaltung spiegelt sich vor allem bei der Material- und Farbwahl wider. Die hellen Flächen in verschiedenen Weiß- und Grautönen gehen transzendent ineinander über. Sie rücken den Kunden und die Ware in den Mittelpunkt.
Thematisch gliedern die Oberflächen die Einbauten in verschiedene Bereiche. Die Möbel mit weißen, hochglänzenden Flächen sind den Kunden direkt zugänglich. Die Möbel mit grauen, matten Oberflächen sind den ADAC-Mitarbeitern vorbehalten.

Lichtkonzept

Große Fensterflächen lenken das Tageslicht weit ins Gebäudeinnere. Kunstlicht erhellt – effektiv gesteuert – Verkaufswände und Beratertische. So lenkt es den Blick des Betrachters von außen tief in den Raum. Die Vorgänge im Inneren werden auch außen transparent abgebildet. Das ganze Servicecenter wird zum lebendigen Schaufenster. Mit dieser Offenheit behauptet sich das ADAC-Servicecenter im dichten städtischen Geschäftsumfeld und setzt sich gegenüber anderen Ladenflächen deutlich ab.

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