Innere Werte – Bestattungsunternehmen in Dachau

Der Neubau von Hanrieder Bestattungen in Dachau wurde von Architekt Christian Endter www.endter-architektur.de entworfen und gebaut. Die Innenarchitektur entstand im Büro Bernhard Rückert.

Der Gang zum Bestatter ist kein leichter Weg, aber oft unverzichtbar. Daher möchte Hanrieder Bestattungen den Betroffenen und Angehörigen diesen Gang so leicht und angenehm als nur möglich machen. Funktional und für die notwendigen Abläufe atmosphärisch einfühlsam, freundlich und mit einer ruhigen Ausstrahlung. Die Innenräume verbinden traditionelle, als auch innovative Elemente der Bestattungskultur.

Platzmangel und veränderte Anforderungen an die Unternehmensführung machten den Neubau in Dachau notwendig. Eine von Beginn an enge Zusammenarbeit zwischen den Planern und dem Bauherren ermöglichte ein harmonisches Zusammenspiel zwischen Fassade, Außenraum und Innenbereich. Besonderen Wert legte die Innenarchitektur darauf, Tages- und Kunstlicht zu einer Einheit zu verbinden. Die Räume sind großzügig und hell gestaltet, die Tages- und Kunstlichtführung besticht durch ihre Präzision.

 

Da die Beratungsgespräche für die Angehörigen oft sehr belastend sind, wirkt die Umgebung wohltuend und strahlt Ruhe und Geborgenheit aus. Auf starke farbliche Kontraste und räumliche Brüche wurde daher bewusst verzichtet. Warme Hölzer und sorgfältig aufeinander abgestimmte Farbtöne prägen das Raumbild, sonst branchenübliche Schwarz- und Grautöne fehlen weitgehend.

Nicht nur den emotionalen Bedürfnissen der Kunden wird die Gestaltung gerecht, auch alle Abläufe des Bestattungsunternehmens funktionieren in den neuen Räumen reibungslos. Speziell gestaltete Beratungstische integrieren nicht sichtbar technische Anschlüsse, raumhohe Schrankelemente bieten Platz für Kataloge, Informationsmaterial und Getränke.

Der Empfangsbereich wird von vertikal angeordneten Holzelementen gestalterisch dominiert. Sie bilden die Fortführung eines Fassadenelements. Es entsteht eine weiche Linie, die dem Eintretenden Geborgenheit gibt. Zugleich verdecken sie die Zugänge zu den angrenzenden Räumen. Da für das Transportieren von Ausstellungssärgen große Bewegungsradien erforderlich sind, können die Holzlamellen verschwenkt werden.
Der Empfangstresen beherbergt zwei Büroarbeitsplätze, Steuerung der zentralen Haustechnik und ist erster Anlaufpunkt im Gebäude für Kunden.

Neben dem Empfang befinden sich im Erdgeschoss zwei abgeschlossene Beratungsräume, die einen Sichtbezug zu den Außenanlagen bieten, jedoch nicht einsichtig sind.
Der Besucher findet an eigens gestalteten Tischen und gepolsterten Sesseln auch für lange Besprechungen hohen Sitzkomfort.
Unmittelbar an die Besprechungsräume grenzt ein großer Ausstellungsraum, der Elemente der Erd- und Feuerbestattung präsentiert. Baumsäulen aus sägerauh aufgeschnittenen Eichenstämmen umrahmen die radiale Anordnung von Särgen und Urnen.

Im ersten Obergeschoss befindet sich ein weiterer, großzügig gestalteter Besprechungsraum für Beratungen mit bis zu zwölf Teilnehmern. In diesem Geschoss sind außerdem die Büroarbeitsplätze für die Mitarbeiter aus Vorsorge- und Sachbearbeitung untergebracht. In einem großen raumbildenden Schrankelement ist eine kleine Teeküche für die Mitarbeiter integriert. Das Dachgeschoss beherbergt die Büros der Geschäftsleitung. Alle führen das Farb- und Materialkonzept des Gesamtgebäudes fort.

 

 

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